Stadtbibliothek Nürnberg präsentiert: Von Hundefressern und Zwiebeltretern

Eine Sonderausstellung zum Thema „Ortsschimpfnamen“ mit Collagen von Kerstin Himmler (Ansbach) zu Recherchen von Martin Droschke (Coburg) aus dessen Buch „Von Hundefressern und Zwiebeltretern. Wie die Franken ihre Nachbarn nennen und warum“, kuratiert von NurembergArtSyndicate (Ulrike Götz M.A.)

Die Geschichte der Alphabetisierung und damit die Geschichte des Bibliothekswesens transportiert immer/zwangsläufig eine hierarchische Bildungsidee, bei der eine Elite einer zahlenmäßig deutlich größeren Gruppe ein von ihr selektiertes und aufbereitetes Wissen nach unten durchreicht. Bis heute hält sich hartnäckig die Vorstellung, dass die gesellschaftliche Rolle akademischen Kreisen zukommt, einen für alle verbindlichen Wertekanon auszuformen. Das Thema Ortsschimpfnamen konterkariert dieses Bild, da in diesem Fall bildungsferne Schichten messerscharf analysierte, punktgenaue Sprachschöpfungen generiert haben, die von einer immensen kollektiven und zielgenauen Kreativität zeugen. Ortsschimpfnamen sind ein fester Bestandteil der fränkischen Tradition und erfreuen sich auch heute großer Beliebtheit. Sie entstehen scheinbar von selbst. Jeder kennt sie. Jeder führt sie im Mund. So sind die Nürnberger die „Kahlfresser“, die Ansbacher die „Wolfshenker“, die Würzburger die „Meebrunzer“ und die Forchheimer die „Mauerscheißer“. Das Frappierende: Hinter diesen Verunglimpfungen stecken wahre, zum Teil sehr komplexe Geschichten, die bis zu 400 Jahren zurückreichen und in nur einem Wort verdichtet wurden. Der Coburger Autor Martin Droschke hat für 71 Beispiele die Geschichten dahinter recherchiert und 2019 zu einem bösen und unterhaltsamen Buch zusammengestellt: „Von Hundefressern und Zwiebeltretern – Wie die Franken ihre Nachbarn nennen und warum“. Ergänzend hat er in einem langen Aufsatz für das Supplement der Bayerischen Staatszeitung „Unser Bayern“ herausgearbeitet, dass der wahre Urheber häufig doch nicht im Volksmund, sondern in Schullehrern und Geistlichen der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zu suchen ist.

Im Rahmen einer Sonderschau der Stadtbibliothek Nürnberg, Gewerbemuseumsplatz 4, in Nürnberg, wird die Ausstellung im Zeitraum vom 24. September 2025 bis 25. Januar 2026, im Franken-Kabinett präsentiert. Zugänglich ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Zentrum: Mo-Fr 11 bis 19 Uhr, Sa 11 bis 16 Uhr.

Einen ersten Vorgeschmack auf die Ausstellung können Sie in der unten stehenden Bildergalerie bekommen:

 

 

Kunstaktion der Verwertungsgesellschaft: „Ein Teil von Albrecht Dürer ist leider schnell verschwunden“

Martin Droschke und Oliver Heß vom Coburger Kunstlabel „Die Verwertungsgesellschaft“ bieten anlässlich des 550. Geburtstags von Albrecht Dürer eine interaktive Kunstaktion zu den „verlorenen“ Werken des Meisters an. Die Aktion „Ein Teil von Albrecht Dürer ist leider schnell verschwunden“ läuft am Sonntag, 18. Juli 2021, von 12 bis 17 Uhr im Albrecht-Dürer-Haus, Albrecht-Dürer-Straße 39. Mehr Informationen dazu.

 

Bunsen Goetz Galerie sagt Danke und Auf Wiedersehen

Nach fast 15 Jahren schließt Ihre Bunsen Goetz Galerie. Wir bedanken uns für Ihr Interesse an unserer bisherigen Ausstellungstätigkeit und unseren Veranstaltungen, für Ihre Treue über all die Jahre.

Sowohl Herr Bunsen, der ja wieder in die norddeutsche Heimat zurückgeht, wie auch ich, die ich in der Region und der hiesigen Kunstszene bleibe, hoffen natürlich, daß wir uns das ein oder andere Mal – im Norden oder Süden – wiedersehen werden.

Vielleicht schon sehr bald, denn schon am Mittwoch, 7. August, 19 Uhr, werden Sie wieder Gelegenheit haben, uns im Rahmen eines Ausstellungsprojekts in Kooperation mit dem Tucherschloss Nürnberg im dortigen Schlosspark besuchen zu können. An diesem Termin wird die Ausstellung „Zwischen den Welten“ mit Holzskulpturen von Stefan Schindler eröffnet.
https://www.heimatedition.de/nurembergartsyndicate/exhibitions/stefan-schindler-nuernberg-zwischen-den-welten/

Ferner haben wir auch in Zukunft die Möglichkeit, unsere bereits seit Jahren bestehende Kooperation mit der Galerie im Bonifatiusturm in Röthenbach a.d. Pegnitz, weiterzuführen und dort Ausstellungen für die Öffentlichkeit zu präsentieren. Eine Gruppenausstellung mit KünstlernInnen unserer Galerie mit dem Titel „Sterntaler“, die wir schon länger geplant hatten, wird daher auch am Sonntag, 6. Oktober, 11 Uhr, im St. Bonifatiusturm (Alter Kirchenweg 7) stattfinden.

https://www.heimatedition.de/nurembergartsyndicate/exhibitions/gruppenausstellung-sterntaler/

 

Mehr Kunst finden Sie weiterhin unter https://www.heimatedition.de/

 

Lisa Wölfel (Nürnberg) / Digital Change

Die VR Bank Nürnberg präsentiert in ihren Räumen Am Tullnaupark 2 im Rahmen der Veranstaltung „Kunst im Dialog“ die Ausstellung „Digital Change“ mit Malereien der Nürnberger Künstlerin Lisa Wölfel.
Begrüßung: Brigitte Baur, stellvertretende Vorstandsvorsitzende, VR Bank Nürnberg
Einführung: Ulrike Götz, Jan Thorleiv Bunsen, Bunsen Goetz Galerie, Nürnberg
Kuratiert wird die Ausstellung von der Bunsen Goetz Galerie.

Bitte melden Sie sich an per Mail: veranstaltung(at)vrbanknuernberg.de

Lisa Wölfel (Nürnberg, Leipzig) / Flut – Malerei, Graffiti

Die Künstlerin, Lisa Wölfel, präsentiert unter dem Titel „Flut“ neueste Malereien und Graffitis im Bonifatiusturm der Galerie im Bonifatiusturm in Röthenbach a. d. Peg. Die Ausstellung läuft bis 29. Oktober 2017, jeweils sonntags geöffnet von 11 bis 16 Uhr.

Grußwort: Wolfgang Gottschalk, 2. Bürgermeister, Stadt Röthenbach a. d. Peg.
Begrüßung: Pfr. Wolfgang Angerer, St. Bonifatiuskirche, Röthenbach a. d. Peg.
Einführung: Ulrike Götz und Jan Thorleiv Bunsen, Bunsen Goetz Galerie, Nürnberg

Ort: Galerie im Bonifatiusturm, St. Bonifatiuskirche, Alter Kirchenweg 7, Röthenbach a. d. Peg.

Roman Pyatkovka (Charkiw) / Concours d`Impression

Die Bunsen Goetz Galerie präsentiert – nachdem wir in der Ausstellung „cossack contemporary“ im Rahmen der 25-jährigen Städtepartnerschaft Charkiw-Nürnberg im Jahr 2015 einen Überblick über die aktuelle Kunstszene der Ukraine vermittelt haben – nun eine weitere Show der Charkiw Photoschule unter dem Titel „Concours d`Impression“ mit Fotoarbeiten des Künstlers Roman Pyatkovka aus Charkiw in Merks Motor Museum in Nürnberg.

Grußwort: Dr. Thomas Schauerte, Leiter des Dürer Hauses und des Stadtmuseums Fembohaus in Nürnberg

Gamlet Zinkovsky (Charkiw/ Ukraine) / The holy places

Der ukrainische Streetart-Künstler, Gamlet Zinkovsky, präsentiert unter dem Titel „The holy places“ neueste Graffitis im Bonifatiusturm der Galerie im Bonifatiusturm in Röthenbach a. d. Peg. Die Ausstellung läuft bis 23. Oktober 2016, sonntags geöffnet 11 bis 16 Uhr.

Eröffnung der Wandarbeit von Gamlet Zinkovsky am Rathaus in Röthenbach a.d. Peg. am 9. Oktober 2016, 13.15 Uhr, im Rahmen des Tages der Regionen.

Grußwort: Klaus Hacker, 1. Bürgermeister, Stadt Röthenbach a. d. Pegn.
Begrüßung: Pfr. Wolfgang Angerer, St. Bonifatiuskirche, Röthenbach a. d. Peg. und Helmut Stützinger, Leiter des Kulturamtes Röthenbach a.d. Peg.
Einführung: Ulrike Götz und Jan Thorleiv Bunsen, Bunsen Goetz Galerie, Nürnberg

Ort: Galerie im Bonifatiusturm, St. Bonifatiuskirche, Alter Kirchenweg 7, Röthenbach a. d. Peg.

Anna-Maria Kursawe (München) / Shifting space IV

Anna-Maria Kursawe (Nürnberg, München) präsentiert Malerei und Wandinstallationen im Kunstraum Kesselhaus in Bamberg (Untere Sandstr. 42).
Anna-Maria Kursawe projiziert zweidimensionale Linienführungen und Flächen in den tatsächlichen dreidimensionalen Raum – mit dem Ziel die räumlichen Grenzen zwischen den Dimensionen zu verwischen und auszudehnen. Dies führt zu Irritationen für den Betrachter – ähnlich einer optischen Täuschung.

Grußwort: Frau Barbara Kahle, 1. Vorsitzende des Kunstvereins Bamberg.

Andreas Bärnthaler (München) / Malerei

Gespensterreigen kosmischen Ausmaßes.

Vor elf Jahren hat der Münchner Maler Andreas Bärnthaler damit begonnen, neben anderen Bildserien, menschenleere Trekkingjacken zu porträtieren. Daraus hat sich bis heute ein Gespensterreigen entwickelt, dessen nahezu kosmisches Ausmaß eine Ausstellung der Galerie „arsprototo“ andeutet.