Süddeutsche Zeitung berichtet über die Ortsschimpfnamen-Ausstellung

 

07.04.2021

Bericht der Süddeutschen Zeitung

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage ist zwar die Sonderpräsentation „Von Hundefressern und Zwiebeltretern.
Wie die Franken ihre Nachbarn nennen und warum“ im Foyer des Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal aktuell noch nicht für Besucher geöffnet, doch kann hier schon einmal der Podcast der Frankenschau Aktuell vom 30.3.2021 der um 17.30 Uhr auf BR gesendet wurde, angesehen werden.

Bis 3. Juni 2021 zeigt die Schau einen Blick auf die böse Seite der fränkischen Gemütlichkeit: Der Franke gilt gemeinhin als äußerst maulfaul. Wenn es aber darum geht, seine Nachbarn zu verspotten, läuft er zu kreativer Höchstform auf. „Kahlfresser“, „Mauerscheißer“, „Wasserpolacken“ – beinahe jede Stadt und jedes Dorf hat einen gemeinen Spitznamen abbekommen. Aus mehr als 3 000 derartigen Verunglimpfungen haben sich die Ansbacher Künstlerin Kerstin Himmler der Coburger Autor Martin Droschke die prächtigsten Exemplare herausgegriffen: Mit spitzzüngiger Feder ist Martin Droschke den Geschichten hinter den „Ortsschimpfnamen“ auf den Grund gegangen. Kerstin Himmler hat seine Textbeiträge mit liebevoll geklebten Collagen visuell paraphrasiert.
Die Sonderausstellung wird präsentiert von Dr. Thomas Eser, Direktor der Museen der Stadt Nürnberg, gemeinsam mit Ulrike Berninger M.A.,
Leiterin des Museums Tucherschloss und Hirsvogelsaal, der Künstlerin Kerstin Himmler, dem Autor Martin Droschke und der
Kuratorin Ulrike Götz.